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	<title>Kombis Techblog</title>
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	<description>Neurotische Ansichten zur schönen neuen Netzwelt</description>
	<lastBuildDate>Fri, 06 Apr 2012 19:15:28 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Deutsche Telemedien Inkasso GmbH, DTMI</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 18:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telemedien Inkasso GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[DTMI]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#8220;Deutsche Telemedien Inkasso GmbH&#8221; ist eine dieser erstaunlichen Firmen, die die Telefongebühren der ebenso erstaunlichen TV-Hotlines einzutreiben versuchen. In Ländern wie der Schweiz sind die Zeiten von &#8220;Mehrwertdiensten&#8221;, &#8220;Premium Rate Numbers&#8221;, &#8220;Hard To Reach&#8221; oder wie man horrend teure Telefonnummern sonst noch elegant umschreibt längst vorbei weil verboten. In Deutschland erfreut sich die Branche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Deutsche Telemedien Inkasso GmbH&#8221; ist eine dieser erstaunlichen Firmen, die die Telefongebühren der ebenso erstaunlichen TV-Hotlines einzutreiben versuchen. In Ländern wie der Schweiz sind die Zeiten von &#8220;Mehrwertdiensten&#8221;, &#8220;Premium Rate Numbers&#8221;, &#8220;Hard To Reach&#8221; oder wie man horrend teure Telefonnummern sonst noch elegant umschreibt längst vorbei weil verboten. </p>
<p>In Deutschland erfreut sich die Branche dagegen weiterhin großer Freiheit. Selbst das Öffentlich Rechtliche Fernsehen veranstaltet häufig &#8220;Gewinnspiele&#8221; für &#8220;nur 49 Cent pro Anruf&#8221;. Folgend aber eine kleine persönliche erlebte Geschichte samt Schriftwechsel als heiterer Ausflug in die Sprache der erstaunlichen Inkasso-Welt. Falls jemand unter den Lesern mal sein eigenes &#8220;Institut&#8221; eröffnen möchte findet er darin sicher interessante Anregungen. </p>
<p>Mein Großvater hatte irgendwann in einer schlaflosen Nacht dem armen TV-Mädchen vor der damals noch neuartigen Rätselwand die Lösung ihrer mäßig schweren Rechenaufgabe zu verraten versucht. Natürlich erreichte er nur ein Band, denn dem Mädchen war alle Mathematik in Wirklichkeit ganz egal und die Sendung wahrscheinlich sowieso nur eine Aufzeichnung. </p>
<p>Die 1,78 Euro Gebühren für diesen Anruf wären mit Sicherheit wie alles andere sofort von ihm bezahlt worden, hätte es da nicht irgendeine heute nicht mehr herauszufindende Besonderheit gegeben. Mehr als zwei Jahre später jedenfalls, mein Großvater hatte inzwischen das Zeitliche gesegnet, schrieb ihm die Deutsche Telemedien Inkasso GmbH, DTMI: </p>
<blockquote><p><strong>Überfällige Forderung aus der Nutzung der [...] über Ihren Telefonanschluss [...] abgerechnet von der [...] GmbH über Ihre Telekom-Rechnung vom [...], Rechnungsnummer [...]</strong></p>
<p>Sehr geehrte(r) Frau/Herr [...],<br />
trotz unseres ersten Aufforderungsschreibens von vor 2 Wochen wurde die im Betreff dieses Scheibens näher bezeichnete Forderung unserer Klientin ohne Rechtfertigungsgrund nicht beglichen. Damit wurde die Chance vertan, die Angelegenheit schnell, unbürokratisch und kostengünstig zu erledigen. </p>
<p>Ursprünglich belief sich die Forderung auf EUR 1,78. Wie Sie oben abgedruckter Forderungsaufstellung entnehmen können, ist die Forderung gegen Sie aufgrund Ihrer Nichtzahlung mittlerweile auf 42,03 angewachsen.</p>
<p><strong>Bestandteil des weiteren Spezialinakassoverfahrens ist unter anderem grundsätzlich auch eine Meldung überfälliger, unbestrittener Forderungen an Gläubiger-Schutzverbände. Hierzu verweisen wir auf die unten abgedruckten SCHUFA-Informationen.</strong></p>
<p>Weitere Inkassoschritte können unterbleiben, wenn die offene Gesamtforderung von <strong>EUR 42,03</strong> bis spätestens zum <strong>[...]</strong> an uns überwiesen wird.</p>
<p>Sollten wir bis zu diesem Zeitpunkt keine positive Reaktion Ihrerseits erhalten, müssen wir weitere juristische Mittel ausschöpfen, um unserer Klientin zu Ihrem &#8211; von Ihnen geschuldeten &#8211; Geld zu verhelfen.</p>
<blockquote><p><strong>SCHUFA-Information</strong><br />
Wir weisen darauf hin, dass wir Daten über außergerichtliche bzw. gerichtliche Einziehungsmaßnahmen bei überfälligen und unbestrittenen Forderungen an die SCHUFA HOLDING AG, Kormoranweg 5, 65201 Wiesbaden übermitteln. Soweit nach Übermittlung dieser Information solche Daten aus anderen Vertragsverhältnissen bei der SCHUFA anfallen, können wir hierüber ebenfalls Auskünfte erhalten. Vertragspartner der SCHUFA sind vor allem Kreditinstitute sowie Kreditkarten- und Leasinggesellschaften. Daneben erteilt die SCHUFA auch Auskünfte an Handels-, Telekommunikations- und sonstige Unternehmen, die Leistungen und Lieferungen gegen Kredit gewähren. Die vorgenannten Datenübermittlungen dürfen nach dem Bundesdatenschutzgesetz nur erfolgen, soweit dies nach der Abwägung aller betroffenen Interessen zulässig ist.</p>
<p>Bei der Erteilung von Auskünften kann die SCHUFA ihren Vertragspartnern ergänzend einen aus ihrem Datenbestand errechneten Wahrscheinlichkeitswert zur Beurteilung des Kreditrisikos mitteilen (Score-Verfahren).</p>
<p>Weitere Informationen über die SCHUFA erhalten Sie unter www.meineschufa.de.</p>
</blockquote>
<p><br/></p>
</blockquote>
<p>Ein fast schon virtuoses Anschreiben! Intensiver kann man innerhalb einer einzigen A4-Seite wohl kaum auf deren Empfänger einwirken. &#8220;Aufforderungsschreiben&#8221; ist direkt eine hervorragende, wenn auch auf den zweiten Blick sinnfreie Wortschöpfung. &#8220;Rechtfertigungsgrund&#8221; gibt es als Wort eigentlich so auch nicht, drückt aber in seiner Länge so schön auf die Moraldrüse. Und jetzt kommt&#8217;s: Wir haben eine Chance vertan! Das erfüllt mit Wehmut. (Und lässt die Erinnerung wach werden an eine Fernsehwerbung für Gedenkmünzen zur Deutschen Einheit mit &#8220;garantierter Wertsteigerungs-Chance&#8221;, &#8220;bestellen Sie jetzt telefonisch!&#8221;).</p>
<p>Nun wird nochmal über die Höhe der Forderung informiert und wie sehr sie nur durch unser Fehlverhalten gestiegen sei. Dabei ist es interessanterweise plötzlich doch möglich, spezifische Daten in den Standardtext einfließen zu lassen, bei der Anrede klappte das offenbar nicht. </p>
<p>Jetzt kommt es an der dramaturgisch völlig richtigen Stelle zum fettgedruckten Höhepunkt: Der Wink mit der Keule &#8220;SCHUFA&#8221;, deren Namen man übrigens immer in GROSSBUCHSTABEN schreiben muss, damit er angsteinflößender wirkt, sowie auf deren &#8220;unten abgedruckte&#8221; Informationen. Wer es nicht wissen sollte, die Schufa GmbH ist einfach nur eine von vielen privaten Auskunfteien, die Ihre Daten aus den Handelsregistern abschreiben und ansonsten auf die Informationen Ihrer Kunden angewiesen sind. Schön hier auch der Ausdruck &#8220;Spezialinkassoverfahren&#8221;.</p>
<p>Im Abgang dann nochmal der Aufruf zur Zahlung mit Betrag und Frist im Fettdruck und die Drohung mit &#8220;weiteren juristischen Mitteln&#8221; sowie die interessante Verwendung von Gedankenstrichen für &#8220;von Ihnen geschuldeten&#8221; um quasi noch im Weggehen den moralischen Druck ein bisschen weiter zu erhöhen.</p>
<p>Nun folgen im eigenen Belehrungskasten die angekündigten Schufa-Informationen, die an dieser Stelle eigentlich redundant bzw. sachlich unnötig sind. Sie dienen wohl einzig dem Zweck, die Sache noch ein bisschen aufzublasen und möglichst oft das Wort &#8220;SCHUFA&#8221; und &#8220;gerichtlich&#8221; unterzubringen. Kurioserweise bekommt der Verfasser beim Datenschutz dann doch ein wenig Angst vor der eigenen Courage.</p>
<p>Kurz und gut, einer der Nachkommen schickte in der unschuldigen Hoffnung, man würde daraufhin vom toten Vater ablassen dessen Sterbeurkunde. Doch da kannte er die DTMI und ihre Entschlossenheit schlecht, auch bei Verstorbenen noch 1,78 zuzüglich inzwischen 60 Euro &#8220;Inkasso-Kosten&#8221; einzutreiben. Es ist unklar, wie  sie ermittelt wurde aber nun schrieb man die Witwe an. </p>
<p>Diese nutzte indes keinen der eifrig jedesmal mit höheren Beträgen vorausgefüllten Überweisungsträger auf den Rückseiten der Schreiben. Vielmehr überwies sie irgendwann einfach 1,78 Euro, inklusive Zinsen großzügig auf glatte 1,95 Euro aufgerundet mit dem Vermerk &#8220;Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht&#8221;. </p>
<p>Dieser Vermerk ist wichtig, denn ohne ihn wird mit der Teilzahlung automatisch auch die Gesamtforderung anerkannt. So aber hätte sich selbst die Deutsche Telemedien Inkasso GmbH vor Gericht wohl nur noch blamieren können (falls nicht schon der Fall;). Es folgten weitere, allerdings schon deutlich weniger enthusiastische Briefe der DTMI und der Spuk aus Köln war vorbei.</p>
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		<title>Smart Birne wechseln</title>
		<link>http://kombis-techblog.de/smart-birne-wechseln-86</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 13:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst wollte ich mit dem Ding keinen Meter fahren, inszwischen benutze ich den Smart fast nur noch. Er ist in der Stadt einfach zu praktisch, parkt überall und das noch völlig legal. Die Steuer sinkt demnächst auf 27,- pro Jahr (!), eine echte Sparbüchse. Wehe aber, man möchte jemals eine Scheinwerferbirne wechseln. Beim Versuch, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst wollte ich mit dem Ding keinen Meter fahren, inszwischen benutze ich den Smart fast nur noch. Er ist in der Stadt einfach zu praktisch, parkt überall und das noch völlig legal. Die Steuer sinkt demnächst auf 27,- pro Jahr (!), eine echte Sparbüchse.</p>
<p>Wehe aber, man möchte jemals eine Scheinwerferbirne wechseln. Beim Versuch, das mal eben an der Tankstelle zu erledigen möchte man nach kurzer Zeit dem Konstrukteur bzw. dem Designer das Auto um den Hals wickeln.</p>
<p>Niemals zuvor habe ich eine derart dämliche Konstruktion gesehen. Die Birnen sind nur durch die sog. &#8220;Serviceklappen&#8221; und nur für Menschen mit extrem dünnen Handgelenken, biegsamen Armen und in den Fingerspitzen eingebauten Kameras überhaupt erreichbar.</p>
<p>Nach ca. 10 Minuten gelingt es dem besonders geschickten und geduldigen Smartfahrer, die Schutzkappe zu entfernen und dieselbe dabei nicht in den Untiefen der Karosserie zu verlieren. Weitere 10 Minuten erfordert das Abziehen des richtig schön festsitzenden Kabelschuhs, möglichst ohne sich an irgendwelchen scharfkantigen Teilen den Handrücken aufzuschlitzen.</p>
<p>Ist das geschafft, muss einem nur noch das Kunststück gelingen, die beiden Federbügel links und rechts der Birne zu lösen, wie alles zuvor vollkommen blind versteht sich. Die Bügel müssen leicht in Fahrtrichtung gedrückt und dann in Fahrtrichtung nach links ausgehakt werden. Wenn man vor dem Wagen steht und bis zum Oberarm in der Serviceklappe steckt folglich also nach rechts.</p>
<p>Nun die alte Birne vorsichtig entnehmen und dabei nicht verlieren. Neue Birne mit der großen Kerbe nach oben einsetzen, mit einem Finger festhalten und mit den Verbleibenden die beiden Federbügel wieder einhaken. Kabelschuh wieder aufstecken (geht richtig schön schwer). </p>
<p>Jetzt unbedingt erst Licht einschalten denn in 90% der Versuche sitzt die Birne doch irgendwie falsch herum und leuchtet zum Mond. Sitzt sie richtig, Deckel wieder drauf (10 Min), Serviceklappe zu und tief durchatmen. </p>
<p>Alternativ zu dieser Proze- bzw. Tortur zum nächsten Smart-Händler fahren, dort nimmt man es mit Fassung. Als ich einem Mitarbeiter wortlos eine Ersatzbirne in die Hand drückte schmunzelte er nur und baute sie dank Werksausbildung und täglichem Training in 5 Minuten ein. Meinen angebotenen 5 Euro winkte er mit den Worten &#8220;gute Fahrt&#8221; ab. Mein Smart und ich sind wieder versöhnt.</p>
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		<title>Servicewüste Deutschland 2.0, zwei Roboter setzen sich schachmatt.</title>
		<link>http://kombis-techblog.de/servicewuste-deutschland-20-zwei-roboter-setzen-sich-schachmatt-23</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 10:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das größere Webhosting-Paket von 1&#038;1 reicht leider auch nicht, Shell-Zugriff, eigene Daemons und Cronjobs werden leider gebraucht. Also das Paket wieder einfach upgraden&#8230; Äh, geht nicht! Man kann nur auf einen Root-Server upgraden, nicht auf einen vServer, warum steht da nicht. Das irgendetwas, was der Kunde will &#8220;nicht geht&#8221;, das darf es eigntlich überhaupt nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das größere Webhosting-Paket von 1&#038;1 reicht leider auch nicht, Shell-Zugriff, eigene Daemons und Cronjobs werden leider gebraucht. Also das Paket wieder einfach upgraden&#8230; Äh, geht nicht! Man kann nur auf einen Root-Server upgraden, nicht auf einen vServer, warum steht da nicht. </p>
<p>Das irgendetwas, was der Kunde will &#8220;nicht geht&#8221;, das darf es eigntlich überhaupt nicht geben. Also wieder in die wohlbekannte Voicetree-Hölle von 1&#038;1, aus den bekannten Gründen zum Preis von 79 Cent pro angefangener Minute. Inzwischen kennt man schon einigermaßen den Rhythmus und die Reihenfolge, in der man für Beobachter völlig gestört wirkend der Maschine am anderen Ende Zahlen und Worte zurufen muss. </p>
<p>Als Neuerung spielt einem das Telefonie-System diesmal nach durchlaufen des gesamten Prozessen noch etwa 3 Minuten spährische Ambientmusik vor, bis sich &#8211; oh Wunder &#8211; tatsächlich ein Mensch meldet. Dieser versteht gottlob die Lage schnell und ruft wie bei Callcentern in der Fachabteilung an. &#8220;Fachabteilung&#8221; ist Callcenter-Code für &#8220;beim Kunden&#8221;. Er ruft also bei United Internet in Montabaur an und muss sich erstmal durchfragen, was entsprechend dauert.</p>
<p>Nach einiger Zeit meldet er sich wieder und bietet eine lobenswert pragmatische Lösung an: vServer bestellen und Webhosting mit Case-ID per Fax stornieren. Sehr gut! Bei der Bestellung des vServers gibt es nun allerdings einen völlig anderen Bestellablauf als bei den Webhosting-Paketen. Hier erfolgt ein automischer Anruf, den man annehmen und einen vierstelligen Freischaltcode auf der Telefontastatur eintippen muss.</p>
<p>Moderne Telefonanlagen fordern zum Schutz vor Telemarketing annonyme Anrufer auf, zunächst die eigene Nummer einzutippen. In Outbound-Callcentern besorgt der Computer das wählen, der Callcenter-Agent kann selbst keine Nummer eingeben. Somit ist man vor den lästigen Hochdruck-Verkäufern, die einem mitunter schonmal telefonisch den Tag versauen können endlich wirksam geschützt.</p>
<p>Unsere Telefonanlage beherrscht dieses wirklich gute Feature. Der automatische Anruf von 1&#038;1 erfolgt leider aber ebenfalls annonym und das System ist dummerweise nicht schlau genug, einen Ansage zu verstehen und eine Nummer einzugeben. Zwei Roboter setzen sich schachmatt! </p>
<p>Herkömmlicherweise muss man für jede Änderung in professionellen Telefonanlagen für teures Geld den Techniker rufen, das ist bei uns glücklicherweise nicht so. Also in die Tiefen der Anlagenkonfiguration und das besagte Feature abstellen in der Hoffnung, das der 1&#038;1-Automat vielleicht mehrmals anruft. Aber: Der 1&#038;1 Automat ruft nicht mehrmals an. </p>
<p>Halt: Neben der Beschreibung des telefonischen Freischaltvorgangs am Ende der Onlinebestellung ist ein kleines unscheinbares Fragezeichen. Wenn man daruf klickt klappt ein DIV-Tag auf und beschreibt eine alternatives Verfahren: &#8220;Gehen Sie in den Kundenbereich und wählen Sie unter &#8216;Meine Daten&#8217; den entsprechende Serververtrag aus und klicken Sie auf &#8216;Freischalten&#8217;&#8221;. </p>
<p>Leider kann man aber unter &#8220;Meine Daten&#8221; keinen Serververtrag auswählen sondern wenn überhaupt nur unter &#8220;Meine Pakete&#8221;. Unter &#8220;Meine Pakete&#8221; ist aber der neue Serververtrag leider nicht vorhanden. Wo also werden wir uns gleich gezwungenermaßen wieder hinbegeben müssen? Richtig, in die wunderbare Voicetree-Hölle von 1&#038;1.</p>
<p>P.S. Gerade klingelt das Telefon mit einem annonymen Anruf. Freudig hebe ich ab in der Hoffnung, es ist der 1&#038;1-Computer. Doch weit gefehlt, es ist ein Outbound-Callcenter&#8230;</p>
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		<title>Servicewüste Deutschland: 1&amp;1</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 10:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[1&#038;1 Homepage Basic bestellt, alles ging glatt. Festgestellt das keine Datenbank vorhanden (sowas gibt&#8217;s noch?..). Also Upgrade auf &#8220;1&#038;1 Homepage Perfect&#8221;. Leider keine Cronjobs und kein Shell-Zugang. Ok, das war unser Fehler, ich habe nicht so genau hingesehen. Ehrlich gesagt fällt es mir auch zunehmend schwerer, auf Websites überhaupt noch etwas zu sehen&#8230; Also noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1&#038;1 Homepage Basic bestellt, alles ging glatt. Festgestellt das keine Datenbank vorhanden (sowas gibt&#8217;s noch?..). Also Upgrade auf &#8220;1&#038;1 Homepage Perfect&#8221;. Leider keine Cronjobs und kein Shell-Zugang. Ok, das war unser Fehler, ich habe nicht so genau hingesehen. Ehrlich gesagt fällt es mir auch zunehmend schwerer, auf Websites überhaupt noch etwas zu sehen&#8230;</p>
<p>Also noch Upgrade auf einen vServer. Jetzt fängt die Geschichte an. Im Webinterface heißt es lapidar: Ein Upgrade ist nur alle 30 Tage möglich. Hää? Warum das denn jetzt? Also bei 1&#038;1 anrufen über eine 0900er Nummer. Die sind über unseren Carrier aus gutem Grund gesperrt, also per Handy anrufen, 79 Cent pro Minute. </p>
<p>Jetzt beginnt die Voicetree-Hölle. Die Kundennummer kann noch per Tastatur eingegeben werden, allerdings nur währen kurzer, nicht kenntlich gemachter Zeitintervalle. Erst beim Wiederholen der Nummer durch das IVR findet man das langsam heraus. Beim dritten Versuch klappt es dann.</p>
<p>Jetzt geht der Voicetree weiter, nun allerdings nur noch per Spracheingabe. Welche Erniedrigung für einen Menschen mit einer überaus strengen und pingeligen Maschine sprechen zu müssen. Nach weiteren drei Runden und Eingaben schließlich ein Mensch. </p>
<p>Der Mensch hat leider keine aktuellen Daten und kann zu der Sache nichts sagen, ist aber freundlich und gibt eine weitere 0900er Nummer bekannt, unter der man uns angeblich direkt weiterhelfen kann. </p>
<p>Also wieder per Handy für 79 Cent die Minute anrufen, wieder Voicetree-Hölle. Nach Durchlaufen aller Stationen erklingt eine schlecht aufgenommene Frauenstimme und informiert darüber, dass alls Plätze besetzt sind und man bitte später nochmal anrufen soll. </p>
<p>Kurz danach fällt man als Fassungsloser Anrufer zurück in das Voice-Menü, wo man weitere Fragen gestellt bekommt, bis selbst dieses Menü irgendwann einfach auflegt. Beim Nachsehen stellt sich heraus: Es war zweimal die selbe Nummer! </p>
<p>Armes Deutschland!</p>
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		<title>Schöne Worte für &#8220;Gib uns dein Geld!&#8221;</title>
		<link>http://kombis-techblog.de/schone-worte-fur-gib-uns-dein-geld-21</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 10:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum irgendwo in unserem sprachlichen Alltag gibt es mehr schöpferische Kreativität als bei Worten für Geld, das bezahlt werden muss. Synonyme für den schlichten Begriff &#8220;Preis&#8221; sind so zahlreich wie Worte für Schnee bei den Inuit (letzteres soll übrigens eine Legende sein). Hier eine kleine Sammlung mit Bitte um weitere Anregungen. Abgeltung Abschlag Agio Appanage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum irgendwo in unserem sprachlichen Alltag gibt es mehr schöpferische Kreativität als bei Worten für Geld, das bezahlt werden muss. Synonyme für den schlichten Begriff &#8220;Preis&#8221; sind so zahlreich wie Worte für Schnee bei den Inuit (letzteres soll übrigens eine Legende sein).</p>
<p>Hier eine kleine Sammlung mit Bitte um weitere Anregungen.<br />
Abgeltung<br />
Abschlag<br />
Agio<br />
Appanage<br />
Aufschlag<br />
Ausgabeaufschlag<br />
All-In-Fee<br />
Anderkosten<br />
Anteil</p>
<p>Barbetrag<br />
Bearbeitungspauschale<br />
Betrag<br />
Beitrag</p>
<p>Disagio</p>
<p>Einsatz<br />
Fee<br />
Gebühr</p>
<p>Hebesatz<br />
Kaufpreis<br />
Kosten<br />
Kostenbeteiligung<br />
Mahngebühr<br />
Miete<br />
Mietzins<br />
Mietprovision<br />
Säuniszuschlag<br />
Steuer<br />
Summe<br />
Preis<br />
Provision<br />
Total<br />
Wert<br />
Zuschlag<br />
Zwischensumme</p>
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		<item>
		<title>Ton != träger</title>
		<link>http://kombis-techblog.de/ton-trager-20</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2007 22:33:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Musikindustrie hat selbst nach über 10 Jahren den Schuss immer noch nicht gehört. Das massenhafte Abmahnen und Verklagen kann nur als das verzweifelte Festhalten an alten Besitzständen gewertet werden. Dann nehmen wir eben jetzt einfach unsere Musik aus dem Radio auf, uraltes Verfahren. Was wollt ihr dagegen machen, Tonträgerwirtschaft? Spätestens jetzt entpuppt sich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Musikindustrie hat selbst nach über 10 Jahren den Schuss immer noch nicht gehört. Das massenhafte Abmahnen und Verklagen kann nur als das verzweifelte Festhalten an alten Besitzständen gewertet werden. Dann nehmen wir eben jetzt einfach unsere Musik aus dem Radio auf, uraltes Verfahren. Was wollt ihr dagegen machen, Tonträgerwirtschaft? Spätestens jetzt entpuppt sich das ewige Genöle über vermeintlich entgangene Gewinne als dummes Gewäsch (sei nicht böse, Dieter Gorny;). Der Prozess, gegen den sich eine ganze Branche mit Händen und Füßen zu wehren versucht, ist schlicht und einfach einfach eine Konsolodierung über den Preis. Im selben Moment, in dem der Preis der Industrie endlich auf einem unter zeitgemäßen Bedingungen konkurrenzfähigen Niveau ankommt, ist die Krise ausgestanden. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>TIN &#8211; Die bundeseinheitliche Steuernummer kommt</title>
		<link>http://kombis-techblog.de/tin-die-bundeseinheitliche-steuernummer-kommt-17</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jun 2007 23:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle doof außer Mutti]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder Bundesbürger bekommt eine eindeutige 12-Stellige ID, die zusammen mit Namen und Adresse zentral gespeichert wird. Ein seit der gescheiterten Volkszählung in den 80ern vergeblich gehegter Traum der Verwaltungen geht nun doch endlich in Erfüllung, gleichzeitig werden die schlimmsten Befürchtungen aller Datenschützer Realität. 82 Millionen Datensätze sind als Datenbank eine Datei von ein paar hundert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Bundesbürger bekommt eine eindeutige 12-Stellige ID, die zusammen mit Namen und Adresse zentral gespeichert wird. Ein seit der gescheiterten Volkszählung in den 80ern vergeblich gehegter Traum der Verwaltungen geht nun doch endlich in Erfüllung, gleichzeitig werden die schlimmsten Befürchtungen aller Datenschützer Realität. 82 Millionen Datensätze sind als Datenbank eine Datei von ein paar hundert Megabyte Größe, jeder bessere Heim-PC kann damit heute bequem umgehen. </p>
<p>Der übereifrige Amtschimmel hat damit bald millisekundenschnellen Zugriff auf jeden einzelnen von uns. Der bis dato nicht vorhandene Datenverbund zwischen den Behörden ist damit beschlossene Sache. </p>
<p>Kinderleicht ist die Verknüpfung mit weiteren Daten wie Kontobewegungen, Kreditkarten oder Kaufverhalten, hat sich die TIN erst in allen Bereichen durchgesetzt. TIN bedeutet übrigens &#8220;Taxpayer Identification Number&#8221; und ist trotz des englischen Namens keine europäische sondern eine rein deutsche Erfindung (Fast möchte man Denken: &#8220;Könnten wir nicht gleich komplett auf Englisch umstellen und die deutsche Sprache ganz abschaffen?&#8221;). </p>
<p>Die bundesweit eindeutige Steuernummer ist jedenfalls tief beunruhigend für jeden, der sich ein bisschen mit Datenmodellen auskennt. Aber was soll&#8217;s, es gibt kein Entrinnen mehr. Auch wenn man seine TIN aus Protest niemals annähme und sich weigerte, Sie zu benutzen, irgendwann muss man Sie bei jeder Internetbestellung und jedem Bankgeschäft angeben. Endlich ist jeder auch für den Staat nur noch eine Nummer.</p>
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		<title>Cisco IP-Phone 7941 / 7961 SIP &#8211; Firmware upgrade</title>
		<link>http://kombis-techblog.de/cisco-ip-phone-7941-7961-sip-firmware-upgrade-16</link>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2007 13:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[howto]]></category>

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		<description><![CDATA[After several days of hard labour I managed to tame the beast. The Cisco IP-Phones of the 79&#215;1 series supercede the 79&#215;0 ones and have, besides a few lit buttons and a better, yet not backlit display a completely different firmware with much heavier restrictions. Cisco IP-Phones are designed to work with Cisco&#8217;s own PBX [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>After several days of hard labour I managed to tame the beast. The Cisco IP-Phones of the 79&#215;1 series supercede the 79&#215;0 ones and have, besides a few lit buttons and a better, yet not backlit display a completely different firmware with much heavier restrictions.</p>
<p>Cisco IP-Phones are designed to work with Cisco&#8217;s own PBX named CCM (Cisco Call Manager) over Cisco&#8217;s own proprietary protocoll SCCP (or Skinny). While also the 79&#215;1 Phones are advertised as SIP compatible, Cisco tries their best to make it increasingly difficult to even change the firmware of these phones to SIP without CCM. Many people will want this nice looking CTU-style device to behave as a standalone SIP phone independent of expensive Cisco pbx software which only runs on expensive Cisco certified hardware. </p>
<p>So here&#8217;s how to turn a 7941 or 7961 into a SIP phone without Call Manager:</p>
<p>1. Get the SIP Firmware<br />
Cisco refuses to make the firmware available on the web like it does for the 79&#215;0 series. Instead, Cisco asks to buy a SmartNet contract, costing some $50 or 40 Euro per year. However<a href="http://keira.km-it.de/~kombi/cmterm-7941_7961-sip.8-2-2SR3.cop" target="_blank">,</a> if your phone is still quite new, your vendor can open a &#8220;Software Warranty Case&#8221; with Cisco and an Engineer will make the files available for download to the vendor. Most vendors or distributors are not aware of this, it took me an hour of conference calls with Ingram and Cisco. If you look hard enough, you might even find the firmware somewhere on the web. The firmware file for models 7941 and 7961 seems to be identical.</p>
<p>2. Prepare the environment<br />
When the phone is powered up, it aqcuires a DHCP-lease and looks for a TFTP-Server to boot from. Run the two somewhere, there are free programs for Windows, get dhcpd or dhcp3-server and atftpd on GNU/Linux.</p>
<p>3. Prepare files<br />
Cisco uses extension .cop for their firmware files, probably just to confuse people. They are however plain .tar.gz and are expanded with the usual winrar or tar xfz. The resulting files must be put into the TFTP-server&#8217;s directory.</p>
<p>Three extra files are not part of the firmware image and must be prepared: &#8220;XMLDefault.cnf.xml&#8221; can be an empty textfile or even omitted, I didn&#8217;t try that. The second and third file must be named after the phone&#8217;s hostname. Boot it up normally, let it aqcuire a DHCP-lease and call that IP address in your browser to find out that hostname.</p>
<p>CTL[mac address]. again can be a completely empty text file or omitted, I did omit this one. This file is meant to validate the firmware against Call Manager and &#8211; when utilized by Cisco in the future &#8211; will make it completely impossible to change firmware without CCM.</p>
<p>The third and important file, SEP[mac address].cnf.xml contains the phone&#8217;s configuration and is well documented <a href="http://www.voip-info.org/wiki/view/Asterisk+phone+cisco+79x1+xml+configuration+files+for+SIP" target="_blank">here</a>. Edit until tender. The above document btw contains many of the information compiled here, just spread out a lot more.</p>
<p>4. Connect the phone, power it up and carefully watch the output or log of the TFTP-Server (i.e. tail -f /var/log/syslog). The phone will request files that might be spelled differently in the downloaded package. As GNU/Linux tends to be case sensitive the exact spelling is paramount.</p>
<p>5. If the phone picks up the configuration but does not upgrade the firmware, try resetting it as follows: Press and hold # while powering it up with the ac adapter (not with PoE). When the line buttons start flashing amber release # and dial 123456789*0#. The phone will reboot and load the new firmware. If this doesn&#8217;t work, try 3491672850*#.</p>
<p>Again, carefully watch what files are requested and which are actually there in TFTP. If all goes well, there will be nice looking output on the display, showing various downloads and system prompts. When that is finished, the phone should be a compliant SIP phone ready to be used with any SIP compatible service or PBX such as the lovely asterisk.</p>
<p>6. The [hostname].cnf.xml file will have to be tweaked a lot. To reload this file press the settings button followed by **#**. To monitor settings, the phone can be SSHed into using the credentials set in the config file followed by L/P debug / debug on the 2nd login (very tricky). In newer asterisk versions, the option buggymwi=yes can be added to the phone&#8217;s configuration in sip.conf to make the nice red &#8220;message waiting indication&#8221; (MWI) on the receiver work. To add custom ringtones make or download a .raw file and put a file named ringlist.xml and one named distinctiveringlist.xml into tftp, google for ringlist.xml for the format. The former has default tones, the latter special tones for the user. The phone won&#8217;t load new ringtones on boot but after settings &#8211; ringtones is selected.</p>
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		<title>ElsterOnline Steuererklärung</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2007 20:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das mit Abstand absurdeste Beispiel einer Web-Anwendung ist mit Sicherheit ElsterOnline. Die zu Grunde liegende Idee, die Steuererklärung für alle Steuerpflichtigen einfach Online durchführen zu können wird hier so gründlich zertrampelt wie es nur möglich ist. Selbst der geneigte Internet- und Computerfan wird nach dem aufmerksamen lesen der ersten drei bis vier eng beschriebenen Bildschirmseiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit Abstand absurdeste Beispiel einer Web-Anwendung ist mit Sicherheit ElsterOnline. Die zu Grunde liegende Idee, die Steuererklärung für alle Steuerpflichtigen einfach Online durchführen zu können wird hier so gründlich zertrampelt wie es nur möglich ist. Selbst der geneigte Internet- und Computerfan wird nach dem aufmerksamen lesen der ersten drei bis vier eng beschriebenen Bildschirmseiten entnervt aufgeben. Welche sicherheitsfanatische, völlig inkompetente Gruppe von totalen Laien hat sich diese Abläufe bloß ausgedacht? Da will man doch tatsächlich dem armen Steuerzahler zunächst die Feinheiten von drei verschiedenen Verschlüsselungsarten im IP-Verkehr erklären, darunter die Bankensignaturkarte (sic!) und noch schlimmer den Elster-USB-Stick, der im Online-Shop (sic!) erworben werden kann.</p>
<p>&#8220;Wie schlimm kann es noch werden&#8221; fragt man sich da. Ist die gewöhnliche Steuererklärung anhand der beliebten Formulare und der beiliegenden &#8220;Erläuterungen&#8221; auch für den überdurchschnittlich intelligenten Menschen schlicht unmöglich, wird hier der Sache die absolute Krone aufgesetzt. Man vermisst einen gesetztlich vorgeschriebenen Warnhinweis: &#8220;Menschen mit nur normaler Geduld und Leidensfähigkeit sollten zur Schonung des eigenen Seelenfriedens unter allen Umständen hier sofort umkehren und stattdessen eine Porno-Seite aufsuchen. Jeder weitere Schritt kann nachhaltige negative Folgen in Form von langanhaltender Frustration und Aggression nach sich ziehen.&#8221;</p>
<p>Per Post soll man sich, nachdem man einen fürchterlichen Registrierungs- und Belehrungsprozess mit letzter Kraft hinter sich gebracht hat, einen Freischaltcode für sein Zertifikat zuschicken lassen. Fehlt eigentlich nur noch, dass man dann mit diesem Freischaltcode und den eigenen eingescannten Fingerabdrücken dreimal Hosianna singend und den Finanzminister preisend um das örtliche Finanzamt hüpfen sollte, um auch letzte Sicherheitsbedenken von offizieller Seite auszuräumen.</p>
<p>Hat die Lobby der Steuerberatenden Berufe irgendjemand bestochen alles zu tun, damit selbst Internet-affine Steuerzahler entnervt das Weite suchen? Womöglich..</p>
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		<title>Hype 2.0</title>
		<link>http://kombis-techblog.de/hype-20-13</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2007 22:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>km</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle doof außer Mutti]]></category>

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		<description><![CDATA[Inzwischen hat ihn wirklich jedes Lokalblatt schon mehrmals aufgegriffen, den immer noch aktuellen 2.0 Hype. Und wie das so ist mit Hypes, jeder der darüber spricht oder schreibt erfindet ein bisschen was Neues dazu bzw. projeziert seine aus dem Unverständnis geborene Sicht der Dinge hinein. Las man doch heute in der ansonsten ganz hübschen Doppelseite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen hat ihn wirklich jedes Lokalblatt schon mehrmals aufgegriffen, den immer noch aktuellen 2.0 Hype. Und wie das so ist mit Hypes, jeder der darüber spricht oder schreibt erfindet ein bisschen was Neues dazu bzw. projeziert seine aus dem Unverständnis geborene Sicht der Dinge hinein.</p>
<p>Las man doch heute in der ansonsten ganz hübschen Doppelseite über weltweite Backbones in der Welt am Sonntag: Jedes Email passiert einen der 13 Root-DNS-Server. Aha, na wenn die Springer-Presse das schreibt muss es wohl stimmen. Die Quatschgrenze ist momentan niedrig und der ganze Quatsch hält sich hartnäckig, seien es völlig frei erfundene Userzahlen von Second Live (Zeitverschwendung 2.0), Gerede über youtube (Millionen von schlechten und immer weniger gute Filmchen 2.0), MySpace (die FASZ nannte es Online-Poesiealbum, zur Abwechslung eine gelungene Umschreibung) oder Xing (totaler Quatsch 2.0). Wie dumm waren übrigens die eigentlich, Ihren Namen zu ändern von Open dingsda. Immerhin werden sie jetzt ab und zu im Zuge des Hypes genannt, Börsengang trotzdem vergiß.</p>
<p>Wenn man von irgendeiner fassbaren Veränderung sprechen kann, die einen neuen, gerne irgendwie zu bezeichnenden Trend ausmacht, dann ist es auf technischer Ebene die plötzlich völlig ungezügelte Nutzung von JavaScritpt, wir nennen es die JavaScript-Explosion. Es ist noch gar nicht so lange her, da hielt man JavaScript für etwas Böses. Das BSI,  Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik, das schätzungsweise 300 hochbezahlte aber offensichtlich weitgehend ahnungslose Physiker beschäftigt, riet sogar allen Bundesbürgern, JavaScript aus Sicherheitsgründen zu deaktivieren.</p>
<p>Momentan ist allerdings irgendwie nicht die allgemeine Stimmung, in der man mit bedeutungsvoll ins ungewisse ausgesprochenen Warnungen Profil gewinnen kann, wenn auch alle Journalisten, die mal was über Computervieren schreiben sollen irgendwo bei Symantec, Norton oder wem auch immer anrufen und den Quatsch, den man ihnen dort erzäht einfach ungefiltert übernehmen. Im Moment punktet man wieder mehr über Visionen.</p>
<p>Aber zurück zu JavaScript. Der eigentliche Auslöser oder zumindest einer der Väter dieses Trends ist sicherlich der Typ, wie heißt er gleich noch, der bei Google zuerst &#8220;Local&#8221; und dann &#8220;Maps&#8221; programmiert hat. Der ist einfach komplett wahnsinnig und die Applikation derart genial, dass man seinen Augen nicht traut. Seit wann kann man mit JS das verdammte Mausrad auslesen? Der macht das einfach. Dem Trend von mindestens 3000 Zeilen JavaScript in einer Seite folgend gibt es dann sogar sog. &#8220;Obfuscator&#8221;, die nichts anderes machen als allen Whitespace zu löschen.</p>
<p>Gleichzeitig werden dank JavaScript die GUIs von Webanwendungen immer ausgefuchster und verspielter, so dass sich bald die GUI-Toolkits der Betriebssysteme warm anziehen müssen. Die Haptik der Webbasierten Anwendungen war interessanterweise immer völlig getrennt vom Desktop, ohne dass User sich groß beschwert hätten. Nun übernehmen Webanwendungen sogar langsam die Führung. </p>
<p>Auf kaufmännischer Ebene verselbstständigt sich der Trend naturgemäß immer mehr, nicht zuletzt angetrieben von Banken und sonstigen Kapitalgebern, die für Online-Krempel plötzlich wieder Geld locker machen. Eifrig polieren alle Ihre Websites auf, versuchen sich einen 2.0-Anschein zu geben bzw. das, was sie dafür halten und hoffen dabei jeden Tag sehnsüchtig auf den Anruf von Google, Murdoch oder wem auch immer.</p>
<p>Die Vision, ich glaube man nannte sie damals ASP bevor eine größere Softwarebude bei Seatle die Abkürzung einfach mal anders belegte, ist rund zehn Jahre nach ihrem ersten Auftauchen langsam gangbar, allerdings erst nachdem Bandbreiten und Client-Rechenleistung sich vervielfacht haben.</p>
<p>Soweit so schön denkt man, vielleicht bleibt ja wie auch bei web 1.0 am Schluss das Sinnvolle hängen und der ganze Quatsch verschwindet von selbst wieder. Leider befinden wir uns aber wie bei allem, was mit moderner Kommunikation zu tun hat zugleich in der Evolutionsstufe der Wegelagerer und Bauernfänger, und zwar so stark wie schon lange nicht mehr. Bei einer Milliarde Nutzern gibt es einfach unfassbar viele Dumme oder Ahnungslose, die es jetzt auszuschöpfen gilt. Diese Industrie blüht richtig, ohne jedes aufgenommene Kapital und in einem Maße, von dem die allermeisten 2.0-Projekt nur davon träumen können.</p>
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